Kategorie-Archiv: Tools

Bilder für Social Media einfach erstellen

Sicher kennst Du diese Zitate-Bildchen mit irgendeinem schlauen Spruch drauf und einem stylischen Bild dahinter. Jetzt setzen sich die wenigsten aber sicherlich an Photoshop, kaufen Stock-Fotos und die passende Schriftart und teilen diese dann im Netz. Viel mehr werden dafür Online-Generatoren genutzt, welche einem das Leben sehr viel einfacher machen. Hier gibt es zwei verschiedene zu nennen: Pablo und Canva.

Beide tun ungefähr das gleiche, wobei man bei Canva nicht nur kostenloses Bildmaterial nutzen kann, sondern auch für jeweils einen Dollar verschiedene Bilder dazu kaufen kann. Außerdem sind beim zweiten Anbieter Canva die Anzahl der möglichen Kombinationen und auswählbaren Filter sehr viel größer.

Für die weniger Anspruchsvollen Menschen reicht hier auch Pablo – ohne Registrierung kann man schnell einen Eindruck davon gewinnen, was damit möglich ist.

pablo

Video-Streams im Flash-Player herunterladen (RTMP)

Meine Freundin wollte gerne Inhalte von einer Website mit Membership-Bereich offline nutzen. Also habe ich mir gedacht: Okay, einfach die mp4-Dateien herunterladen. Bei einem „Stream“ lädt man die Daten ja schließlich eh aus dem Netz. Und da Sie für das Portal ja sowieso zahlt, sehe ich da nichts schlimmes oder unfaires dran. Der Betreiber mag das im Einzelfall anders sehen.

Also als erstes geschaut, wie das Ganze abgespielt wird. Ein Flash-File. Mist. HTML5-Videos hätten mir das Leben hier sehr viel einfacher gemacht. Aber gut: Challenge Accepted!

Schauen wir doch mal rein in das Gute swf-File. Diese Dateien kann man ja glücklicherweise relativ einfach decompilen. Jetzt könnte man sich verrückte Tools auf dem Rechner installieren, oder man Lädt die Datei einfach hier hoch / gibt dessen URL an: showmycode.com

Cool! Kurz darauf habe ich auch direkt eine URL im File gefunden. Und zwar mit dem Protokoll RTMP. Das Protokoll wird dazu verwendet, um Mediendateien zum Beispiel zum Flash-Player zu streamen. Aber wie komme ich da nun ran? Die gängigen Browser können mit so einer URL / dem Protokoll nichts anfangen.

Software 1: RTMPDump

Abhilfe schafft rtmpdump. Das Programm ermöglicht es, genau diese Dateien aus dem Netz auf die Festplatte zu laden. Eigentlich. Ich habe es allerdings nicht zum laufen bekommen… Trotzdem versuchen? So wird es installiert.

Software 2: FFMpeg

Nächster Versuch: ffmpeg

Installation ebenfalls über brew

In meinem Fall konnte ich die Dateien mit folgendem Befehl herunterladen:

Und schon liegen die Daten im angegebenen Verzeichnis. Das Dauert pro Datei wenige Minuten. Hier wird allerdings auch nicht mit Höchstgeschwindigkeit geladen, sondern ein Stream vorgetäuscht. So kann der Download für wenige MB schon einmal eine Weile in Anspruch nehmen. Zumindest ist es aber noch ein klein wenig schneller als alles per Screencast zu laden.

Alternative: Screen Recording

Falls man sich damit gar nicht beschäftigen kann oder will, schmeißt man einfach einen Screen-Recorder wie ScreenFlow (kostenpflichtig) an. Dann wählt man den entsprechenden Ausschnitt und zeichnet alles auf: Nachteil dabei ist allerdings, dass alles in Echtzeit aufgezeichnet werden muss. Mit entsprechend langen Inhalten benötigt man auch einfach sehr viel Zeit. Aber auf jeden Fall eine Variante, die immer klappt!

Neben Alfred wohnt nun Franz – mein neuer Messenger

Vor einiger Zeit habe ich ja schon einmal meine meist genutzten Tools aufgelistet. In den Kommentaren wurde ich dann auf Alfred hingewiesen, welches dank dem Power-Pack und eigenen Workflows nicht mehr aus meinem täglichen Berufsleben wegzudenken ist.

Nun hat mich ein Arbeitskollege auf Franz aufmerksam gemacht. Hierbei handelt es sich um einen Messaging-Aggregator. Super simpel, aber effektiv! Dabei werden eigentlich nur die verschiedenen Web-Apps der einzelnen Dienste in Tabs geöffnet, mit Notifications versehen und ein wenig schöner integriert. Keine 10 Clients mehr gleichzeitig geöffnet, keine Tabs in irgendwelchen Browsern die man versehentlich schließt. Einfach praktisch!

Aktuell nutze ich Franz für Slack, WhatsApp, Skype, Facebook und Hangouts. Viele weitere Dienste werden schon unterstützt oder sollen noch folgen. Nach eigenen Angaben benutzen schon jetzt mehr als 10.000 User die App täglich. Ich werde wohl auch dabei bleiben. So schön native Apps auch sind – meistens stehen die Web-Apps diesen kaum noch etwas nach.

Probiert es einfach mal aus.

RescueTime – wie nutze ich meinen Tag?

Wieder einmal war es Dominic, welcher mich auf ein neues Tool zum Tracken von Zeiten hingewiesen hat. Mit RescueTime kann man verschiedene Programme in Kategorien einteilen und damit prüfen, wie viel Zeit man auf einzelnen Webseiten oder in einzelnen Programmen verbracht hat. Dafür legt man am Anfang einige Kategorien fest, welche als Produktiv gelten und ein paar, welche als Ablenkung gelten. So ist für mich zum Beispiel Social Media, Shopping und Entertainment eine Ablenkung, während Softwareentwicklung und Business-Tätigkeiten meine Produktivität steigern.

Damit das Ganze funktioniert installiert man eine kleine App, welche Daten über die Nutzung von Tools und Webseiten an die RescueTime-Server übermittelt. So ganz unbedenklich finde ich das leider nicht – aus Datenschutztechnischer Sicht. Aber um einen kurzen Eindruck von meiner Produktivität zu gewinnen, nehme ich das gerne in Kauf. Es würde mich aber schon interessieren, was genau alles übermittelt wird.

So habe ich zum Beispiel auch Zeiten eingestellt, in denen keine Auswertung stattfinden soll. Ansonsten würde meine Besuchszeit auf Amazon Prime Video oder YouTube meine Tagesbilanz ganz schön versauen denke ich!

Mittlerweile nutze ich das Programm gut eine Woche und habe die meisten unbekannten Punkte der Liste entsprechend einsortiert. Sehr viele Webseiten werden automatisch richtig eingestuft. Blöd ist nur, dass ich als Webshop-Entwickler häufig „Shopping“ vorgeworfen bekomme, obwohl ich eigentlich produktiv war. Aber das ist schnell für einzelne Webseiten umkonfiguriert und intuitiv gelöst.

Und was soll ich sagen? Ich war positiv überrascht! Gerade wenn man weiß, dass alles getrackt wird man so tut und mit Gefühl, aus dem Tag mit einer möglichst guten Bilanz zu gehen, hält einen schon von Ablenkungen fern! So bin ich täglich über 80 Prozent gekommen, an Top-Tagen auch gerne mal 85 Prozent. Ganz nebenbei wird man beim Besuch des Dashboards noch motiviert, dass man gar nicht mehr so weit von seiner persönlichen Bestleistung entfernt ist.

Die Anwendung selbst kann dabei wirklich nichts – Dreh- und Angelpunkt ist die Webseite selbst. Die ist zwar nicht schlecht gemacht, aber sieht etwas altbacken aus. Halb so wild – erfüllt alles seinen Zweck.

Natürlich gibt es auch hier ein Premium-Modell, welches ich aber noch nicht ausprobiert habe und auch nicht vor habe dies zu ändern. Mit neun Dollar pro Monat finde ich das auch nicht gerade günstig. Das Ganze lässt sich auch prima mit IFTTT kombinieren, sodass man regelmäßig Informationen über seine täglichen Statistiken bekommt, ohne dass man ständig auf die Seite schauen muss. So bekommt man beispielsweise auch ganz einfach Pushover integriert, um die Tagesbilanz als Notification aufs Smartphone zu erhalten.

WordPress to Jekyll – Migration und Fallstricke

Schon vor einiger Zeit hat Tobi gemeint, dass es doch eine ganz coole Idee wäre, das Blog webguys.de unter GitHub zu pflegen und so anderen zu erlauben, neue Blog-Beiträge per Pull-Request zu erstellen. Richtig Entwickler-Like eben. Wer seine Präsentation schon im git hat, der sollte auch seine komplette Website in einem Repo verwalten. Oder?

Nachdem ich dann vor einiger Zeit meinen Beitrag zu GitHub Pages geschrieben habe, hatte ich mich etwas näher mit Jekyll auseinander gesetzt. Dabei ist mir aufgefallen, dass genau hier wahrscheinlich die Lösung für die Idee von Tobi liegt. In diesem Beitrag möchte ich daher einmal Dokumentieren, wie gut oder schlecht das Ganze klappt. Und ob am Ende überhaupt etwas brauchbares heraus kommt. Scheinbar ist die Technologie auf dem aufsteigenden Ast – immerhin setzt Magento 2 mit der Dokumentation ebenfalls auf Jekyll. Auch hier kann man jede einzelne Seite mit einem Fork / Pull-Request bearbeiten.

Leider hat Tobi aber momentan nicht so die Lust sich in Jekyll einzuarbeiten und ist von der Technologie noch nicht so überzeugt – daher muss ich das wohl mit meinem Hausautomatisierungsportal machen. Auch nicht schlimm! Ist auch erstmal kleiner. Außerdem hat die Seite noch nicht so viele Kommentare… Die müsste man nämlich extern auslagern (z.B. zu Disqus).

Die Schwierigkeit besteht sicher darin, alles mit der gleichen Linkstruktur zu übernehmen um keine Einbußen bei Google zu haben. Ich bin gespannt – starten wir!

Grundgerüst

Im ersten Schritt habe ich einfach „View Page Source“ aufgerufen und alles in ein entsprechendes Template kopiert. Das ist natürlich auch DIE Chance, das Ganze HTML-Zeug gleich einmal aufzuräumen! Dabei fällt einem sicher das ein oder andere Verbesserungspotenzial auf! Die wenigen Bilder auf der Seite lade ich erst einmal herunter und übernehme soviel wie nur geht. Am Ende darf nirgendwo mehr die Domain auftauchen – gar nicht so einfach und erstmal eine Menge Arbeit! Puh…

Oder doch ganz anders… Also habe ich mir nach den ersten Schritten ein Bootstrap 3 Template gekauft und baue nun da drauf auf. Fühlt sich auch sauberer an und mit einem neuen Design geht auch gleich alles viel einfacher von der Hand (Soviel zur Theorie…). Das neue Theme habe ich dann erst einmal in seine Bestandteile zerlegt und ein erstes Layout mit den entsprechenden Includes zusammengeschustert.

Jekyll-Includes

So muss man nicht alles doppelt schreiben und kann die einzelnen Bestandteile immer wieder verwenden. Gerade der Header mit Logo, Navigation, etc. und der Footer sehen schließlich auf allen Seiten gleich aus. So hat man verschiedene Bausteine und kann diese zentral bearbeiten. Änderungen über die komplette Seite sind dabei also nach wie vor sehr einfach. Die Zeit, die man hier investiert, spart man am Ende auf jeden Fall. Eine saubere Struktur macht einem das Leben schonmal viel einfacher! Und gerade in Software-Projekten lege ich sehr viel Wert auf Ordnung, Wiederverwendbarkeit und Struktur.

Mit den Includes ist es mir dann relativ leicht gefallen, die folgenden Layouts zu erstellen. Ein Layout ist dabei die „fertige“ Seite, welche mit Daten gefüttert wird. Welches Layout genutzt werden soll, legt man im Kopf der einzelnen Seiten später fest.

Jekyll-Layouts

Dennoch müssen die alten Links ja weiter bestehen bleiben. Daher erstmal die ganzen Daten aus WordPress importieren. Weiterlesen…

Verfügbarkeit von Webseiten überwachen

Schon lange wollte ich die Verfügbarkeit meiner Webseiten kontrollieren. Dabei reicht es mir schon zu wissen, ob und wann eine Website schlechte Response-Zeiten hatte und wann sie gar nicht erreichbar war. All diese Funktionen bietet das kostenlose PHPServerMonitor (GitHub). Das coole ist hierbei, dass man sich direkt per E-Mail, SMS oder Pushover benachrichtigen lassen kann, wenn eine Seite nicht erreichbar ist, um schnellstmöglich zu reagieren.

In einer Übersicht bekommt man schön dargestellt, welche Websiten gerade online oder offline sind.

PHPServerMonitor

Öffnet man eine Website, bekommt man genauere Statistiken und eine Historie als Chart geliefert.

PHPServerMonitor-Statistik

Natürlich macht es Sinn, den Monitor auf einem anderen System laufen zu lassen, als die zu überwachenden Seiten selbst. Ansonsten wird man logischerweise nicht informiert, wenn alles komplett offline ist.

Ansonsten gibt es noch eine sehr schöne Benutzerverwaltung, in welcher man einzelnen Usern auch nur den Zugriff auf einzelne Seiten geben kann. Warum? Keine Ahnung. Immerhin könnte sich jeder das Tool installieren und damit jede beliebige Seite dieser Welt „überwachen“. Also sehr sensible Daten sind dort nicht enthalten.

Nach gut zwei Wochen kann ich sagen, dass ich sich lohnt, die „Warnschwelle“ auf 2 zu setzen. Ansonsten bekommt man sehr viele Fehl-Alarme, bei denen ich nie reproduzieren konnte, ob und warum die Seite wirklich nicht erreichbar sein sollte.

Falls jemand keine Lust hat, sich kurz diese Lösung zu installieren (was wirklich in 5 Minuten erledigt ist), kann sich ja mal bei den kostenpflichtigen Diensten UptimeRobot oder Turbish umschauen. Diese machen aber im Prinzip das gleiche, wie der PHPServerMonitor.

Ich kann nur sagen, dass mir das Ganze mehr als ausreicht und ich nichts vermisse. Und falls doch, hilft ein Pull-Request auf GitHub sicher weiter!

Stay Focused – Browser-PlugIn

Vor ein paar Tagen hat mir Dominic (myconceptions.de) ein Browser-Plugin empfohlen, welches ich schon viel eher gebraucht hätte: Stay Focused. Und zwar geht es darum, bestimmte Websiten nur für eine gewisse Zeit am Tag verfügbar zu machen. So habe ich beispielsweise Facebook und Twitter auf 10 Minuten (zusammen) begrenzt. Läuft diese Zeit ab, bekommt man beim Besuch der Seite nur noch ein „solltest Du nicht arbeiten?“.

Klingt jetzt etwas überspitzt, aber ich glaube, dass mir das sehr viel Zeit sparen wird. Ich erwische mich immer wieder über den Tag, wie ich „mal kurz“ auf Facebook bin – und schon sind wieder 5 Minuten verstrichen. Wenn man das 10x am Tag machen würde, wäre schon fast eine Stunde des Tages verloren! Das ist eine Menge Zeit, über die man sich meiner Meinung nach gar nicht so im Klaren ist.

Das PlugIn ist dabei kostenlos und finanziert sich durch Spenden. Aufdringliche Werbung gibt es keine und bisher bin ich sehr zufrieden! Mehr als 10 Minuten braucht man am Tag gar nicht in sozialen Netzwerken… Die Zeit nutze ich nun lieber für etwas anderes.

Hier geht es zu den Plugins:

  • Chrome
  • Firefox hat leider keine Version von Stay Focused, aber ein ähnliches Plugin was sehr gut sein soll: LeechBlock