Projekt Raspberry Pi: Apache, PHP und Mail – Part 2

Vorbereitungen

Als erstes ändern wir nun einmal den hostname – „raspbmc“ ist aktuell zwar noch sehr treffend, aber irgendwie dann doch nicht mehr so ganz richtig, sobald ein Webserver in Betrieb genommen wird. Dazu ändert man mit einem Editor seiner Wahl, einfach die folgende Datei und speichert diese ab. Danach ist ein reboot nötig. Ich habe mich für den schmissigen Namen „raspberry“ entschieden.

Weiterhin müssen noch die Einträge in der hosts-Datei angepasst werden. Standardmäßig steht für 127.0.0.1 dort irgendetwas mit localhost6.localdomain6. Ich habe es folgendermaßen geändert:

Nun sollte das System auf jeden Fall einen FQDN zurückgeben bevor weiter gemacht wird:

Weiterhin sehr nützlich sind die man-pages für die Hilfe:

Apache installieren

Nun können wir auch schon den Apache installieren:

Normalerweise startet der Apache dann von selbst – in meinem Fall habe ich allerdings zwei Fehlermeldungen bekommen:

Wie man sieht, ist der Port 80 bereits belegt – unschön. Da ich noch nicht soviel Kontakt mit XBMC hatte, musste ich nach dem Aufruf der Adresse in meinem Browser feststellen, dass es zu XBMC auch ein Webinterface gibt – cool! Aber auf dem Port 80 kann ich es wirklich nicht gebrauchen. Ändern kann man dies am einfachsten über das grafische Menu. Dort geht man unter Systemeinstellungen auf Dienste, dort auf Webserver und ändert den Port. Ich habe mich für Port 8080 entschieden. Da die Remote-App für das iPhone ebenfalls über HTTP arbeitet, muss man den Raspberry dort ebenfalls hinzufügen. Zur Sicherheit habe ich auch nochmal einen Reboot durchgeführt (eigentlich nicht nötig). Danach lief der Apache auf Port 80 allerdings problemlos hoch und war auch direkt nach dem Neustart verfügbar.

PHP installieren

Weiter geht es mit PHP:

Das sollte ohne Probleme durchlaufen und sich auch komplett konfigurieren. Das root-Verzeichnis befindet sich dann unter /var/www/. Dort kann man dann eigentlich schon mit seinen Projekten starten. Allerdings wird man ohne Datenbank schnell an die Grenzen stoßen – daher installieren wir mySQL noch nach. Als erstes allerdings die nötigen PHP-Quellen:

mySQL installieren

Die Installation von mySQL ist eigentlich relativ schnell gemacht. Gestartet wird mit:

Während der Installation muss man dann noch das Passwort für den root-Benutzer vergeben – das wars. Verbinden kann man sich dann schon vom Raspberry selbst. Allerdings werden auf dem root-Benutzer keine Verbindungen von außen angenommen. Der Einfachheit halber installieren wir also für die Administration noch phpMyAdmin.

Während der Installation wählen wir also apache2 aus, damit dieser automatisch konfiguriert wird. In den nächsten Schritten lassen wir uns dann noch vom Wizard leiten. Danach sollte phpMyAdmin unter <ip>/phpmyadmin/ im Browser erreichbar sein. Fertig. Nun darf man natürlich vom Raspberry keine Wunder erwarten – so kann der ein oder andere Seitenaufbau schon etwas dauern.

Postfix installieren

Ich muss gestehen – ich bin nun wahrlich kein Experte für Postfix. Auf meinem Mac habe ich es zumindest hinbekommen, dass ich aus PHP heraus Mails versenden kann. Ziel von mir ist es, dass ich Mails über ein relayhost versenden kann. Empfangen ist mir absolut nicht wichtig auf dem Pi (wer soll die schon lesen). Bei der Installation von Postfix habe ich mich also erstmal für „satellite system“ entschieden. Ob das richtig war, kann ich hier leider nicht sagen.

Für die Konfiguration möchte ich auf zwei andere Artikel von mir verweisen, welche helfen könnten und mögliche Fehler direkt ausschließen:

Die PHP-ini für die Konfiguration findet man unter /etc/php5/apache2/php.ini. Nach den Änderungen muss der Apache einmal neugestartet werden:

Fragen?

Über

Jahrgang 87, gelernter Softwareentwickler und fast ein Jahrzehnt Erfahrung im Bereich Web-Entwicklung mit PHP und Web-Design. Diese Eigenschaften machen mich zu einem geeigneten und geschätzten Ansprechpartner für die Umsetzung Ihres Projektes. Weiterhin bin ich seit Ende 2013 Magento Certified Developer.