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Meine Videplattform auf Basis von Magento 2

Wie der ein oder andere sicher mitbekommen hat, verkaufe ich online Trainings zum Thema Smart Home. Angefangen habe ich damit auf Udemy – doch die Plattform habe ich aus diversen Gründen verlassen und mein eigenes Ding gestartet. In diesem Beitrag möchte ich einmal zusammenfassen, was mein Online-Shop eigentlich alles können musste und was ich dazu alles programmieren musste. Weiterlesen…

Meine Meinung zu Udemy

Jetzt bin ich über ein Jahr auf der Plattform und habe gut 1.000 Kurse verkauft. Davon genau 0 (NULL) über irgendwelche Werbeaktionen Seitens Udemy, in welchen die Kurse für Kleinstbeträge „verramscht“ werden. Wie das geklappt hat, und wem genau ich die Plattform noch empfehlen würde, erfährst Du in diesem Beitrag.

Vor ziemlich genau einem Jahr ging mein erster Kurs auf Udemy online. Dies ist eine Plattform, auf welcher man Online-Kurse hochladen und verkaufen kann. Udemy streicht dabei selbstverständlich einen Teil der Einnahmen ein. Soweit klingt das erstmal auch alles sehr gut, oder? Immerhin muss ich den Kunden keine Rechnungen schreiben, bekomme am Ende eine einzelne Überweisung und alles ist super.

Die Situation

Mein großes Problem mit der Plattform ist allerdings, dass immer mehr Kurse praktisch zum Nulltarif verramscht werden. Eine Aktion jagt die nächste und der Kunde bekommt den Eindruck, dass man praktisch blöd sein muss, wenn man den Normalpreis zahlt. So bekommt man nahezu jeden Kurs früher oder später für unter 10 Euro. Warum nur nahezu? Ganz einfach: Man kann sich als Dozent aus diesen Werbeaktionen austragen lassen. Und das würde ich auch jedem wärmstens ans Herz legen.

Denn sobald Udemy einen Kurs vermarktet, ändert sich auch das Provisionsmodell. In diesem Fall streicht sich Udemy also satte 50% vom Nettoumsatz ein. Wird der Kurs also für 10 Euro verkauft, bleibt nicht mehr viel für den Dozenten übrig. Da müsste man wirklich tausende von neuen Teilnehmern monatlich dazu bekommen, um nachher überhaupt etwas von den Umsätzen zu merken. Mehr Teilnehmer heißt natürlich auch mehr Arbeit – denn die Teilnehmer stellen ja auch Fragen im Kurs und wollen betreut werden. Wie lange kannst Du für ~4 Euro vor Steuern einen Kunden betreuen? Eben.

Das sind dann Preisregionen, welche von der Umsatzstärke eher Affiliate-Marketing für Waschmaschinen gleichzusetzen sind – nur eben mit Nacharbeit und Fragen. Klingt nicht unbedingt nach einem erstrebenswerten Ziel, oder?

So kommt es, dass in der deutschsprachigen Facebook-Gruppe von Udemy immer wieder Posts auftauchen, welche ganz stolz nach einem Jahr harter Arbeit die 1.000 Dollar-Grenze geknackt haben. Da blutet mir wirklich das Herz. Verkauft Euch nicht so günstig!

Also auf diesen Zug würde ich auf keinen Fall aufspringen. Daher noch einmal: Tragt Euch in jedem Fall aus den Werbemaßnahmen bei Udemy aus. Dann nehmt ihr daran nicht mehr Teil und könnt die Kurse selbst für anständige Preise verkaufen, von welchen man am Ende auch etwas hat. Wenn man einmal in diesem System gefangen ist, kann man auch nicht plötzlich seine Preispolitik komplett umkrempeln – das wirkt unglaubwürdig.

Wenn man dann dieses Preisdumping nicht mehr mitmacht, muss man seine Kurse natürlich irgendwie an den Mann / die Frau bringen. Wichtig ist, dass man den Preis bei Udemy dann so hoch ansetzt, dass diese Kurse über die Plattform ohne einen Eurer Gutscheine praktisch nicht mehr gekauft werden. Denn ein Kauf ohne Gutschein heißt: Udemy hat den Kurs verkauft, 50% vom Nettoumsatz sind weg.

Die Auszahlung

Dann kommt es zur ersten Auszahlung, auf welche man drei Monate gewartet hat. Hier ist es so, dass Udemy nur in US-Dollar und per PayPal auszahlt (mittlerweile gibt es auch eine zweite Möglichkeit, welche aber für mich keinen Vorteil bietet). Hier wird es dann auch noch einmal teuer, da man das Geld bei PayPal umrechnen lassen muss, bevor man es auszahlen lassen kann.

Am 6. April 2018 habe ich z.B. von Udemy 2.454,07 USD erhalten. Dafür habe ich umgerechnet 1.948,62 EUR erhalten. Ich bekomme also 0,79403603 EUR pro Dollar an diesem Tag. Laut finanzen.net lag der Kurs an diesem Tag bei 0,8131. Also hätte ich 1995,40 EUR erhalten müssen. Das sind satte 46,78 EUR Unterschied (schon bei so kleinen Beträgen). Und so läppern sich diese Werte natürlich auch über die Zeit.

Der Witz ist ja, dass die meisten Leute in EUR bezahlen, dann wird USD draus gemacht und am Ende wieder EUR. Auf dem Weg geht sicher einiges verloren.

Am besten wäre es, wenn Udemy in einer Wunsch-Währung das Dozenten-Konto führen könnte. Sodass man in EUR bezahlt werden kann wenn man möchte. Wenn jemand einen Kurs in EUR kauft, bleibt es EUR (99% der Fälle im Deutschsprachigen Raum). Wenn jemand in einer Fremdwährung kauft, wird es EUR. Aber zweimal Umrechen ist wohl einfacher.

Weiterhin ist am Anfang nachteilig, dass Udemy natürlich MwSt erheben muss. Wenn man nun ein Kleingewerbe ohne Umsatzsteuer betreibt, „verschenkt“ man praktisch diese 19%. Gut, auf der anderen Seite könnte man mit einem eigenen Shop ohne MwSt gar nicht ins Ausland verkaufen.

Der „beste“ Weg?

Der einzige wünschenswerte Fall ist also: Der Kunde kauft den Kurs zu einem für Dich fairen Preis über einen von Dir vorher generierten Gutschein auf der Plattform (welchen man direkt in der URL übergeben kann). Du nutzt also Udemy nur als Hosting-Anbieter für deine Videos. Kostet ein Kurs also zum Beispiel 100€ regulär auf der Plattform, bietest Du einen Gutschein an, sodass der Endpreis bei 40€ liegt. Das kannst Du natürlich frei entscheiden. Von diesen 40€ über einen deiner Gutscheine, erhältst Du satte 97% des Netto-Umsatzes. Das sind dann auf jeden Fall vernünftigere Beträge.

Von diesem Geld kannst Du dann sogar Landingpages hosten, selber bauen oder in Auftrag geben, Facebook-Werbung schalten oder Traffic aus anderen Quellen generieren. Man hat plötzlich ganz andere Optionen und ist nicht mehr so stark abhängig von der Plattform. Unabhängig ist man leider dennoch nicht.

Dennoch abhängig!

Selbst wenn man das alles so macht, kann man zwar vernünftige Preise erzielen, aber ist trotzdem eingeschränkt und abhängig. Man sagt ja: Bau kein Haus auf fremdem Grund.

Man hat nach wie vor keinen Zugriff auf die Kundendaten und spielt diese Kunden Udemy zu. Man selbst kann nur begrenzt Newsletter schreiben und diese Kontakte nutzen. Man kann mit den Kundendaten nicht auf eine andere Plattform umziehen – die Daten gehören einem einfach nicht.

Sollte Udemy irgendwann mal nicht mehr existieren (was ich nicht hoffe), ist alles weg. Man steht mit seinen Inhalten wieder bei Null und ohne Einnahmen dar.

Weiterhin ist es richtig ärgerlich, dass man die Auszahlung seiner eigenen Umsätze immer erst drei Monate später bekommt. Man kann mit dem Geld nicht arbeiten. Wenn das Ganze erstmal angelaufen ist, ist das nicht schlimm. Dann bekommt man ja jeden Monat das Geld für die vergangenen Monate. Aber es fühlt sich komisch an und macht den Start schwieriger.

Zudem hat man nicht die Möglichkeiten selbst Werbung auszuspielen, da man nicht weiß, welcher Kunde gekauft hat. Man kann also keine Tracking-Events im Online-Marketing einsetzen um Werbung auf anderen Plattformen zu schalten. Ich denke, dass Udemy das auch nicht möchte.

Großer Vorteil

Man darf nicht vergessen, dass Udemy allerdings auch super Vorteile hat. Man muss sich nicht um Steuern kümmern, kann weltweit seine Kurse vertreiben und bekommt am Ende nur eine Zahlung. Das macht die Buchhaltung natürlich super einfach.

Dass einem die Kundendaten nicht gehören, hat auch einen großen Vorteil: Themen wie die DSGVO können einem egal sein – man ist ja nur Nutzer der Plattform.

Alleine diese beiden Punkte sind ein extrem großes Plus. Man kann sich als Einzelkämpfer auf genau das konzentrieren, was man machen möchte: Videos. Wahrscheinlich hätte ich schon zwei Kurse mehr, wenn mich um diese Themen aktuell nicht kümmern müsste.

Fazit

Am Ende bist genau Du als Dozent das, was Udemy braucht. Du brauchst Udemy nicht, es ist eigentlich eher umgekehrt. Ohne Dozenten gibt es keine Kurse. Du hast alle Karten in der Hand – spiele sie richtig. Hilf mit Deinem Handeln, das Preis-Dumping auf der Plattform zu stoppen. Arbeite nicht ein Jahr für 1.000 Dollar.

Die Plattform war für mich eine gute und günstige Möglichkeit, zu testen ob mein Thema gut vom Markt angenommen wird. Dafür bin ich auch sehr dankbar – ohne Udemy wäre das ein enormer Kraftaufwand gewesen, von welchem man am Ende nicht einmal weiß, ob das alles hinhauen wird. Man muss also weniger in Vorleistung gehen und kann das Ökosystem nutzen.

Ohne Udemy wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Das ist klar.

Wenn man „nur“ auf Udemy ist, keine Webseite oder andere Kanäle hat um Traffic auszuspielen, ist Udemy sicher eine super Plattform um ein paar Euro dazu zu verdienen. Möchte man das Ganze aber ersthaft betreiben, eigenes Marketing auf die Beine stellen und seine Kurse zu fairen Preisen verkaufen, kommt man nicht drumherum selber Traffic aufzubauen.

Ich habe Udemy für neue Inhalte allerdings den Rücken gekehrt, da ich mich für meine Selbstständigkeit nicht in diese Abhängigkeit begeben möchte. In einem eigenen Online-Shop auf meinen eigenen Servern betreibe ich nun eben diese Lösung. Ich verstehe auch, dass das nicht jeder leisten kann. Der Shop hätte im Einkauf sicherlich mehrere 10.000 Euro gekostet. Als Softwareentwickler aus dem eCommerce-Bereich kann ich mir dabei natürlich super selber helfen.

Die schon genannten zusätzlichen Aufwände in Sachen Backups, Datenschutz, Serverkosten, Buchhaltung etc. kommen dann ja noch on Top. Alleine die Abrechnung in unterschiedliche EU-Länder ist echt ätzend. Am Ende muss man schauen, welche Vorteile sich für einen ergeben.

Ich mag die Plattform sehr gerne, die Kommunikation in der geschlossenen Facebook-Gruppe für Dozenten ist ebenfalls sehr angenehm. Man findet immer Hilfe und muss nicht alleine Kämpfen bei Fragen – das ist super positiv!

Wenn Udemy jetzt

  • die Preisstrategie in den Griff bekommt,
  • vernünftige Wege zur Auszahlung findet
  • und weitere Möglichkeiten des Conversion-Trackings einräumt,

wäre es eine optimale Plattform. So ist es „nur“ eine gute Plattform, welche ein paar Nachteile mitbringt. Diese sollte man kennen und für sich persönlich abwägen.

Für einen Start als Online-Dozent gibt es meiner Meinung nach dennoch keine bessere Alternative zur Zeit.

Migration von Disqus zu isso

Bald ist es soweit. Die DSGVO greift und die Übergangszeit ist zu Ende. Für mich ist es also an der Zeit, Disqus abzulösen und durch eine eigene Plattform zu ersetzen. Erst dachte ich: Das programmierst Du eben selbst. Aber warum so kompliziert, wenn es auch einfacher geht? Mit isso wurde nämlich schon genau so eine Lösung geschaffen.

Mir ging es darum, dass ich die Webseite eigentlich genauso lassen kann wie zuvor. Also weiterhin statischer Content und ein JavaScript lädt dann die Kommentare dazu. Genau wie bei Disqus also. Und das habe ich getan. Zum Glück gibt es auch schon fertige Docker-Images. Zusammen mit LetsEncrypt und der Apache-Konfiguration hatte ich Ablösung innerhalb weniger Stunden stehen. Weiterlesen…

Spotify – Statistiken des Jahres 2017

Komisch, im letzten Jahr habe ich dazu gar keinen Beitrag geschrieben. Ich glaube, da gab es das Feature des Jahresrückblickes gar nicht. Oder ich habe es zumindest nicht gefunden oder gesucht. Weiß ich nicht mehr. In den Jahren 2013, 2014 und 2015 habe ich jedenfalls einen Beitrag dazu geschrieben.

Die Seite für 2017 nennt sich: 2017wrapped.com

Einfach mit Spotify verbinden, und die aktuellen Statistiken abrufen. Bei mir sieht das Ganze wie folgt aus:

  • 13.201 Minuten gehört – das ist ein Rekordtief. So wenig habe ich, seit ich meinen Account habe, noch nie gehört.
  • 2.183 verschiedene Songs angehört
  • von 1.262 Interpreten
  • in 23 Genres

Irgendwie ein ganz schön bunter Mix. Insgesamt habe ich wirklich viele verschiedene Playlists gehört, anstatt einzelne Alben. Das habe ich in den letzten Jahren anders gemacht auf jeden Fall.

Meine Top 10 erschrecken mich dann doch etwas. Da ich aber so viele verschiedene Musik gehört habe, muss man ein Lied wohl nur 2-3 Mal hören um es in die Top 10 bei mir zu bringen. Einen wirklichen Ohrwurm gab es bei mir jedenfalls nicht. Platz 1 kann ich mir z.B. überhaupt nicht erklären.

Mit den anderen Songs kann ich aber ganz gut leben. Open Your Eyes 2017 habe ich auf keinen Fall öfter als 5x gehört. Also: Diese Liste ist dieses Jahr wirklich nicht aussagekräftig.

Dafür habe ich auch nur 327 Songs übersprungen. Das ist wirklich nicht viel. Also nichtmal einer am Tag.

2018 möchte ich auf jeden Fall auf das alte Level von gut 55.000 Minuten im Jahr zurück kommen.

Die Udemy Sommerspiele – mein erster Udemy-Kurs – verspätet…

Dieser Beitrag sollte eigentlich schon 2016 erscheinen – denn da waren auch die Sommerspiele. Mehr Infos ganz unten.

Vor einigen Wochen hatte Peer Wandiger von Selbstständig im Netz gepostet, dass er an den Udemy Sommerspielen teilnimmt. Ich für meinen Teil bin schon sehr lange auf Udemy angemeldet und habe bestimmt schon 10-12 Kurs gekauft – fühle mich also auf der Plattform wirklich wohl und finde das Konzept klasse!

Hausautomatisierung mit FHEM – kostengünstig und erweiterbar

Ich mag solche Aktionen ja – daher war ich damals auch bei der Nischenseitenchallenge dabei.

Bei den Sommerspielen geht es darum, an bestimmten Tagen definierte Ziele erreicht zu haben, diese sehen wie folgt aus:

Aufgaben

  • Startschuss – Montag, 16. Mai 2016
  • Grundlagen – Dienstag, 17. Mai 2016
  • Testvideo – Montag, 23. Mai 2016
  • Lehrplan & Struktur – Freitag, 27. Mai 2016
  • Ressourcen – Mittwoch, 1. Juni 2016
  • Präsentation – Mittwoch, 8. Juni 2016
  • Quizze & Aktivitäten – Mittwoch, 15. Juni 2016
  • Einreichung zur Qualitätsprüfung – Montag, 20. Juni 2016 (Empfohlen)
  • Ziellinie (Veröffentlichung) – Montag, 27. Juni 2016

Für jede erledigte Aufgabe gibt es unterschiedlich viele Punkte. Weiterlesen…

Fail2Ban und Zugriff auf Docker-Container

Ich hatte heute das Problem, dass Fail2Ban (läuft auf dem Host) zwar munter Regeln in den iptables angelegt hat, aber die Regel keine Wirkung auf alle weitergeleiteten Ports der Docker-Container hatte.

Die Lösung dafür ist relativ einfach – man darf die Regeln nur nicht als INPUT definieren, sondern muss diese für Forward definieren. Damit Ihr ein etwas leichteres Leben habt, habe ich eine neue Action geschrieben, welche ganz einfach angewendet werden kann:

Für alle Jails, welche für Docker-Container gelten, verwende ich als „banaction“ nur eben diese. Funktioniert bisher einwandfrei!

Warum ich WordPress keinem Anfänger empfehlen würde

Man liest immer mehr, dass WordPress für jeden geeignet ist. Fix mit FTP auf irgendeinen Billighoster geschoben oder mit einem Klick installiert, dann kann der Spaß auch schon losgehen. Am besten 10 Blogs nebeneinander auf das gleiche System. Dann braucht man nur noch ein Theme, muss ein paar Plugins zusammenklicken und am Ende hat man eine tolle Website, oder?

Würde ich so nicht sagen – für mich ist das ein großes Risiko. Jeder kann ohne Kontrolle Plugins zur Verfügung stellen. Ich kann als Entwickler in diese Plugins einbauen was ich möchte. Das muss nicht einmal bösartig sein. Viele „Entwickler“ reißen hierdurch große Sicherheitslücken in die Webseite. Das kann auch sehr großen PlugIns und (man könnte meinen) sehr erfahrenen Entwicklern passieren. Das beste Beispiel ist hier sicherlich der RevolutionSlider gewesen, welcher da draußen garantiert noch tausendfach ungepatcht im Einsatz ist. So wurde auch die Website eines Kunden komplett übernommen. Weiterlesen…