Projekt Raspberry Pi: Den CUL-Stick in Betrieb nehmen – Part 6

So, da ist er nun: ein CUL-Stick v3 von busware. Problem 1: Die Plastikhülle vom Stick nehmen. Unglaublich wie fest das Teil sitzt! Ich musste sogar einen Schraubenzieher zu Hilfe nehmen damit das Teil abzubekommen war – das Stecke ich da jedenfalls nie wieder drauf. Aber egal.

Auf meiner Einkaufsliste standen folgende Produkte:

Flashen des CUL-Sticks

Ein paar Worte vor dem eigentlichen Prozess: Angeblich soll es auch möglich sein, den Stick über FHEM direkt zu flashen. Das habe ich allerdings gar nicht erst versucht und kann daher auch nicht sagen wie schwer oder leicht das Ganze ist. In dem manuellen Prozess habe ich wenigstens die volle Kontrolle über alles was so passiert und bin keiner „Magie“ von FHEM ausgesetzt.

Also steckte ich den Stick an den Raspberry Pi. Damit kann man erstmal noch nicht soviel anfangen, da man ja erstmal eine Firmware auf den Stick aufspielen muss. Dazu brauchen wir folgendes Pakete:

Danach laden und entpacken wir die entsprechende Firmware (bitte auf neuere Version auf der Website prüfen).

Nun können wir den CUL-Stick auch schon schon flashen. Das geht einfach mit folgendem Befehl:

Die Ausgabe sah bei mir so aus:

Nun sollte die LED am CUL anfangen zu blinken. Schaut also erstmal alles gut aus. Kontrollieren wir also, ob das Gerät da ist. Alle USB-Geräte listet man folgendermaßen auf:

Irgendwo sollte nun ein Eintrag ähnlicher Eintrag wie dieser stehen:

Den CUL in FHEM konfigurieren

Die Hardware läuft also nun schonmal – was noch fehlt, ist die Konfiguration des Sticks in FHEM. Wie oben schon geschrieben, ist es angeblich möglich, dass der Stick automatisch hinzugefügt wird – ich weiß aber nicht wie das geht. Also wieder der manuelle Weg über die fhem.cfg.

Dort fügen wir ganz unten folgende Zeilen ein:

Wie man sieht, legen wir drei Schalter an (weil in dem Paket natürlich auch drei Steckdosen enthalten sind). Weiterhin definieren wir für jeden Schalter einen Namen (Stehlampe, Standlicht, Vitrine) und einen Gerätecode. Wie sich die Codes von Intertechno zusammensetzen, kann man in diesem Wiki-Eintrag sehr gut nachlesen.

Man muss dazu sagen, dass man mit den IT-1500 relativ frei in der Codevergabe ist, da diese Steckdosen auf jeden beliebigen Code angelernt werden können. Nun startet man FHEM neu und öffnet die Weboberfläche.

Nun hatte ich allerdings in den Logs von FHEM noch ein paar Fehlemeldungen. Daher habe ich die Geräteberechtigung kurzerhand geändert:

Wenn alles richtig gemacht wurde, tauchen hier nun die drei neuen Schalter auf.

FHEM Schalter

Diese muss man nun anlernen wie mit der Fernbedienung: Den Schalter aus der Wand ziehen und wieder einstecken. Während die LED am Schalter blinkt drückt man einfach auf „ON“ in der Weboberfläche. Die Schalter des IT-1500-Sets können auf bis zu drei Codes programmiert werden. Daher ist es kein Problem, sowohl die originale Fernbedienung, als auch FHEM zum Schalten der Steckdosen zu benutzen.

Irgendwie ist es ja schon ein sehr cooles Gefühl, wenn man das erste Mal eine Lampe über eine Weboberfläche schaltet. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass alles so reibungslos und ohne große Probleme einzurichten ist. Ich hoffe, dass das mit den Heizungsthermostaten auch so laufen wird – aber dazu mehr im nächsten Beitrag.

Viel Erfolg!

Für einen einfachen Einstieg empfehle ich ebenfalls folgendes Buch:

Über

Jahrgang 87, gelernter Softwareentwickler und 15 Jahr Erfahrung im Bereich Web-Entwicklung mit PHP. Weiterhin bin ich seit Ende 2013 Magento Certified Developer.