Blog auf WordPress.com mit eigener Domain hosten

Die Schwester meiner Freundin möchte nun auch mit einem eigenen Blog „durchstarten“ – oder sie möchte erstmal einen haben. Nun habe ich noch einige Inklusivdomains bei allinkl und daher habe ich ihr Ihre Wunschdomain registriert. Soweit, so gut. Nun habe ich aber keine Lust noch eine weitere WordPress-Instanz auf meinem Server liegen zu haben, die ich am Ende selbst aktualisieren muss und mich um Sicherheit kümmern. Blöd also. Administrator Rechte würde Sie dort eh nicht bekommen, da es sehr spannend werden könnte, wenn Sie erfährt wie man PlugIns installiert und ausprobiert.

Daher der Schritt zum Hosting auf WordPress.com. Hier gibt es verschiedene Tarife, in denen teilweise auch eine Domain enthalten ist. Der erste Tarif mit 99 Euro im Jahr ist für ein bisschen Spielen meiner Meinung nach etwas überzogen. Möchte man den Free-Tarif nutzen und eine eigene Domain hinzufügen, berechnet WordPress dafür 13 Euro im Jahr (also mehr als doppelt so viel, wie die Domain selbst kostet).

Nun musste ich den Nameserver auf WordPress umstellen, damit alles auch richtig ankommt. Netterweise übernehmen die Jungs von WP die aktuellen Records, sodass man beispielsweise einem MX-Record (für Mailserver) nicht erneut per Hand setzen muss. Schon sehr komfortabel! Allerdings ist das Problem, dass man eine Nameserver-Änderung bei All-Inkl nicht selbst durchführen kann. Also musste ich den Support kontaktieren, welcher aber selbst am Sonntag Nachmittag die Änderung noch in die Wege geleitet hatte.

All-Inkl-DNS

Auf dieser Instanz hat man dann ein Backend, welches ganz anders aussieht als das „normale“ WordPress-Backend. Am Ende ist nur der Name und ein klein wenig der Bedienung gleich. Viel hat der Code sicher nicht gemeinsam (hoffe ich zumindest). Außerdem bekommt man 3GB Speicherplatz zur Verfügung gestellt und die netten Menschen von WordPress sichern die Seite auch noch automatisch mit einem SSL-Zertifikat von Lets Encrypt – nett.

Natürlich ist man etwas eingeschränkt. So kann man keine eigenen Themes hochladen oder PlugIns installieren und es kann nichtmal Analytics angebunden werden. Aber gut – man bewegt sich ja auch in einem kostenlosen Angebot.

Dafür belaufen sich die Gesamtkosten im Jahr eben auch nur auf 13 Euro. Und man hat am Ende sogar eine SSL-Gesicherte Seite. Allein für das Zertifikat habe ich vor kurzem über 80 Dollar ausgegeben (auf 2 Jahre). Wenn man also wirklich nur bloggen möchte, ist das bestimmt ein guter Start um sich mal etwas an die Materie heran zu testen.

Gerade das Thema Sicherheit ist bei WordPress extrem groß, und wenn man sich nicht sicher ist wie alles geht, muss man eben Profis dafür bezahlen. Und dann ist man schon innerhalb von einem Monat weit über 13 Euro hinausgeschossen. Also erst einmal überlegen was man wirklich braucht, bevor man am falschen Ende Geld ausgibt und dann nichtmal in der Lage ist alles zu administrieren.

Und nun: Happy Blogging.

Über

Jahrgang 87, gelernter Softwareentwickler und fast ein Jahrzehnt Erfahrung im Bereich Web-Entwicklung mit PHP und Web-Design. Diese Eigenschaften machen mich zu einem geeigneten und geschätzten Ansprechpartner für die Umsetzung Ihres Projektes. Weiterhin bin ich seit Ende 2013 Magento Certified Developer.

1 Kommentar


  • Hallo Matthias, danke für die Hinweise. Kannst Du auch andere kommerzielle Hosting-Anbieter z.b. Strato empfehlen oder würdest du da eher von abraten?

    Danke für deine Einschätzung
    S. Kehr

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