Monatsarchive: Juli 2013

Nützliche PlugIns für Google Chrome

Als Entwickler stößt man auf immer neue Probleme – für sehr viele davon gibt es nützliche PlugIns für Firefox oder Google Chrome, die einen bei der täglichen Arbeit unterstützen. In diesem Beitrag möchte ich auf die von mir genutzten PlugIns aufmerksam machen um auch anderen Entwicklern das Leben ein Stück einfacher zu machen.

Color Picker

Mit dem Color Picker können per Klick die Hex-Codes der entsprechenden Farbe aus einem Bild oder einem anderen beliebigen Element der Seite entnommen werden. Das ist besonders hilfreich, wenn man ein Stylesheet erweitern soll oder andere Farbanpassungen vornehmen darf.

Cookie Manager

Der Cookie Manager hält was er verspricht. Mit ihm können die Cookies einzelner Seiten bearbeitet oder gelöscht werden. Das ist besonders hilfreich, wenn man sich mal schnell ausloggen möchte oder gewissen Tracking-Cookies zum Test entfernt werden sollen. Bevor ich dieses PlugIn im Einsatz hatte, habe ich immer sämtliche Cookies im Chrome gelöscht und habe so alle Logins auf allen Seiten erneut eingeben müssen. Sicher gibt es auch Alternativen, welche die Arbeit besser verrichten – ich bin dem PlugIn aber sehr zufrieden.

JSONView

Gerade wenn man einen Webservice testen möchte, hilft einem das PlugIn JSONView. Die Erweiterung erkennt automatisch wenn JSON an den Browser ausgegeben wird, und formatiert den String entsprechend leserlich. Außerdem kann man Elemente zu- und aufklappen um eine bessere Übersicht zu erhalten.

PageRank Status

Nicht unbedingt nur für Entwickler interessant, ist das PlugIn PageRank Status. Es zeigt auf jeder Seite die man besucht, den entsprechenden PageRank von Google an. So muss man nicht mehr nachschlagen wo man mit den eigenen Seiten gerade steht, sondern sieht die Informationen auf einen Blick.

Stylish

Mit diesem PlugIn können zusätzliche Style-Sheet-Informationen für bestimmte Domains hinterlegt werden. So könnte man zum Beispiel die Farbe oder die Anordnung von Elementen auf einer fremden Seite ändern, ohne dass man Zugriff auf den eigentlichen Code hat. Scheint auf den ersten Blick recht umständlich, aber es fallen einem einige Anwendungszwecke ein, wenn man weiß dass man das PlugIn installiert hat.

IFTTT – If this then that

Schon vor einiger Zeit bin ich einem Tipp von Guido gefolgt, und habe mich bei IFTTT angemeldet. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, mich mit dem Service näher zu beschäftigen – bis heute. Mittlerweile ist der Dienst schon sehr bekannt und wird häufig genannt. Also musste ich mich mal an die Sache widmen.

Wie der Name schon sagt, kann man auf Events bei verschiedenen Diensten und Webseiten im Netz reagieren. Sei es ein Datei-Upload bei Flickr, Dropbox, 500px, … oder ein neuer Beitrag in einem RSS-Feed der Wahl, ein gewisser Zeitstempel oder, oder, oder. Die Möglichkeiten sind schon jetzt wirklich sehr umfangreich – und ich gehe davon aus, dass in naher Zukunft noch weitere Dienste eingebunden werden.

Ich verwende IFTTT zur Zeit für meine Fotoverwaltung, so werden neue Blog-Posts automatisch auf meinen Facebook-Seiten und meinem Facebook-Profil veröffentlicht und getwittert. Außerdem werden Uploads auf 500PX automatisch bei Facebook gepostet, auf Blogspot veröffentlicht und so weiter.

Weiterhin gibt es sehr viele vorgefertigte „Rezepte“ die genutzt werden können. Erst wenn man diese durchgeht, merkt man wie umfangreich die Möglichkeiten sind. So könnte man beispielsweise auch automatisch Bilder zu Flickr, Instagramm und Facebook hochladen, wenn man diese wo anders veröffentlicht hat. Sogar der Fotostream der iCloud ist bereits integriert.

Ich mag den Dienst, denn er macht das Leben wieder ein Stück einfacher und erspart einem sich sehr oft wiederholende Aufgaben. Auf jeden Fall eine Empfehlung!

Zip-Dateien von GitHub laden

Wenn man sein eigenes Projekt auf GitHub zur Verfügung stellt und die Software auf der eigenen Webseite per Link zur Verfügung stellen möchte, sollte man auf eine Zip-Datei verweisen. Schließlich ist nicht jeder Nutzer der Software unbedingt Entwickler oder hat Ahnung von git/GitHub.

Dazu hängt man am Ende des Projektes einfach folgendes an die URL an:

Der jeweilige Branch wird dabei am Ende angegeben. In dem meisten Fällen sollte es sich dabei um den master handeln.

Mac OS X – Terminal/Shell – Inhalt in Zwischenablage umleiten

Vor einiger Zeit brauchte ich in einem Testscript eine Lösung, um den Inhalt aus einer Datei in die Zwischenablage umzuleiten. Anfangs habe ich die Ausgabe nach einem „cat“ einfach markiert und in die Zwischenablage kopiert. Das wird allerdings spätestens nach dem dritten Mal sehr lästig (zumindest wenn der Dateiinhalt etwas länger ist – in meinem Fall ca. 800 Zeilen).

Leichter geht das Ganze, wenn man den mit dem Befehl pbcopy arbeitet. Leitet man die Ausgabe um, landet alles in der Zwischenablage. Perfekt!

 

RAR-Passwörter unter Mac OS X knacken

Irgendwann im Jahr 2005 habe ich ein Passwort auf ein mir wichtiges RAR-Archiv gepackt. Bis heute habe ich es allerdings nicht geschafft dieses Passwort zu erraten. Ich habe also absolut keine Idee wie das Passwort lautet… Wie kann man also RAR-Passwörter unter Mac OS X knacken? Das Ganze geht meines Wissens nach nur per Bruteforce. Dabei muss man alle möglichen Passwort-Kombinationen durchprobieren.

Das wohl bekannteste Tool im Netz für diese Aufgabe ist cRARk. Für die maximale Power braucht man eine Grafikkarte mit CUDA-Support. In meinem MacBook Pro ist eine NVIDIA GeForce 9400M verbaut. Diese taucht ebenfalls in der Liste der unterstützten Grafikkarten auf (für cRARk braucht man eine GPU mit einer „Compute Capability“ von mindestens 1.1 – da reicht meine mobile Grafikkarte also gerade so aus).

Als erstes muss die aktuellste CUDA-Version geladen werden. In meinem Fall handelt es sich um Version 5.0.36 vom März 2013. Mit 633 MB ist es nicht gerade ein kleiner Download – zumal die Server wirklich etwas schneller sein könnten. Für die aktuelle Version von CUDA braucht man übrigens mindestens Mac OS X Lion (10.7.4) – ich für meinen Teil arbeite mit Mountain Lion 10.8.4. Um die Tools kompilieren zu können braucht man außerdem gcc (kommt mit XCode soweit ich weiß). Weitere Details zur Installation findet man hier.

Nach der Installation ruft man schließlich cRARk auf. Dabei gibt man ein Wörterbuch, die Länge des Passworts und die geschätzte Länge des Passwortes an. Sollte die Grafikkarte kein CUDA unterstützten, kann man dies mit der Option -c angeben.

In diesem Fall gehe ich davon aus, dass das Passwort in jedem Fall länger als 4 Zeichen war aber kürzer als 10. Als ich diesen Beitrag geschrieben habe wurden schon einige millionen Passwörter getestet – leider bisher ohne Erfolg. Ich bin gespannt wann und ob das Passwort jemals geknackt wird.

Alternativ könnte man sich sicherlich auch richtig viel Rechenleistung in der Amazon-Cloud holen. Das kostet zwar ein paar Euro, geht dafür aber sicher sehr viel schneller. Dabei kommt es aber sicher darauf an wie wertvoll der Inhalt des Archives ist. Viel Erfolg!